Erfolgreiche Hochwasserwarnung – floodALERT Ereignisanalyse vom 04. Juli 2022

Erfolgreiche Hochwasserwarnung - floodALERT Ereignisanalyse vom 04. Juli 2022

Erfolgreiche Hochwasserwarnung – floodALERT Ereignisanalyse vom 04. Juli 2022

Der Sommer 2022 hat das floodALERT System wie schon im Jahr 2021 bei Teilen unserer Kunden erneut auf die Probe gestellt. Am späteren Nachmittag des 04.07.2022 zog eine heftige Gewitterfront über weite Teile der Schweiz, welche zu Hochwassern in verschiedenen Teilen der Schweiz führte. Das floodALERT System löste verschiedene Alarmierungen aus. Eine ausführliche Berichterstattung zum Wettergeschehen vom 04.07.2022 gibt’s im Beitrag der MeteoSchweiz (https://www.meteoschweiz.admin.ch/home/aktuell/meteoschweiz-blog/meteoschweiz-blog-suche.subpage.html/de/data/blogs/2022/7/gewitter-pfannkuchen.html?).

Grosse Frühwarnzeit an der kleinen Schliere

Die Gewitterfront erfasste am 04.07.2022 auch den Kanton Obwalden. Insbesondere der Pluviometer am Standort Lütholdsmatt im Einzugsgebiet der kleinen Schliere erfasste die Niederschläge zuverlässig und zeichnete die Daten in Echtzeit auf. Im Zeitraum vom 15:50 bis 16:00 wurden 11.5 mm Niederschlag gemessen. Dies führte um 16:00 Uhr aufgrund des Starkniederschlagsereignisses zu einer ersten Alarmierung von Feuerwehr, Krisenstab und weiteren Fachleuten der Abteilung Naturgefahren des Kantons Obwalden. Bis 16:20 Uhr wurden 26 mm Niederschlag innerhalb von 30 Minuten durch den Niederschlagssensor detektiert, worauf sofort ein zweiter SMS-Alarm ausgelöst wurde. Spätestens jetzt, war die Datenlage mit Hilfe von floodALERT bekannt, die das drohende Hochwasserereignis im Dorf Alpnach ankündigte.

Eintreffen der Flutwelle in Alpnach Dorf kurz nach 17:30 Uhr (Quelle: Newsscout 20min.ch / https://www.20min.ch/story/erhebliche-gefahr-bund-warnt-vor-waldbraenden-wegen-hitze-422562398656).

Das nachfolgende Video von blick.ch zeigt zu Beginn die eintreffende Hochwasserwelle im Bereich Alpnachdorf.

https://www.blick.ch/wetter/leservideos-zeigen-ueberschwemmungen-im-raum-bern-und-luzern-id17632915.html.

Zuletzt wurde der Pegel auch von der Messstelle des BAFU Chli Schliere aufgezeichnet. Der Abfluss sprang dabei schlagartig auf ca. 29 Kubikmeter und erreichte Gefahrenstufe 2. Die Vorwarnzeit aufgrund der Messungen im Rahmen des floodALERT Systems betrug in der Summe rund 75 Minuten.

Die übrigen Sensoren im Kanton Obwalden registrierten zwar die ansteigenden Pegel der verschiedenen Gewässer. Eine Überschreitung eines Vorwarnwerts oder Alarmwerts blieb jedoch aus. Zum Glück – muss man der Stelle auch sagen.

Das sagen unsere Kunden

Beim Ereignis vom 04. Juli 2022 an der kleinen Schliere war die Vorwarnzeit dank der Alarmierung via SMS und Email ausreichend gross. Als Projektleiter für Naturgefahren und Wasserbau bin ich sowohl mit den angebotenen Produkten als auch dem Service der inNET AG voll zufrieden.

Ulrich Worthmann, Projektleiter Messnetze, Abteilung Naturgefahren und Wasserbau Kanton Obwalden

Weitere Alarmierungen

Weitere Alarmierungen wurden in Bezug auf die Niederschlagsmengen aus dem Kanton Schwyz durch floodALERT abgesetzt. In Feusisberg vielen innerhalb von 30 Minuten über 25 mm Niederschlag. Im Kanton Luzern registrierten auf dem Gebiet der Stadt Kriens verschiedene Sensoren den Anstieg der einzelnen Gewässer. Besonders eindrücklich präsentierte sich dabei das Einstauen von Geschiebe bei einer kleinen Staumauer oberhalb von Kriens. Der dortige völlig autark laufende Pegelsensor registrierte eine Zunahme des Pegels von über 2 Meter innerhalb von 10 Minuten. Der SMS-Alarm wurde daraufhin umgehend ausgelöst.

Geschiebeablagerungen in Kriens nach dem Ereignis vom 04.07.2022. Das Geschiebe wurde innerhalb weniger Minuten eingestaut. Der floodALERT Sensor löste unmittelbar Alarm aus. Das kleine Bächlein floss davor rund 3 m tiefer.