Gute Nachrichten aus dem Muotathal: Die Luftqualität verbessert sich messbar

Gute Nachrichten aus dem Muotathal: Die Luftqualität verbessert sich messbar

Gute Nachrichten aus dem Muotathal: Die Luftqualität verbessert sich messbar

Verbesserung der Luftqualität

In Muotathal wurden in den Jahren 2009 und 2011 Luftqualitätsmessungen durch die inNET durchgeführt. Dabei wurde eine erhebliche Belastung durch polyzyklisch aromatische Kohlenstoffe (kurz: PAK) festgestellt. PAK sind eine Gruppe von chemischen Verbindungen, die bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Materialen wie Holz, Kohle, Tabak, Heiz-/Dieselöl oder auch Lebensmitteln sowie im Strassenverkehr entstehen. Sie sind häufig an Russpartikel gebunden und gelangen als Teil des Feinstaubes in die Umgebungsluft. Werden sie von Menschen eingeatmet, können sie zu Krebs führen. Es gilt daher, diese Stoffe in der Umgebungsluft auf ein Minimum zu reduzieren.

Nach den ersten Messungen in den Jahren 2009 und 2011 wurden durch den Kanton Schwyz Massnahmen zur Reduktion der Schadstoffe erlassen und umgesetzt. Bei einer Nachmessung im Jahr 2018 zeigten sich erste Verbesserungen. Eine weitere Nachmessung im Jahr 2025 ergab, dass erstmals der Anteil von PAK am Feinstaub abnahm: eine deutliche Verbesserung der Luftsituation in Muotathal. Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Belastung durch PAK weiterhin zu hoch und die Massnahmen müssen konsequent weitergeführt werden.

Die Messungen der inNET

Die inNET hat alle Luftqualitätsmessungen im Auftrag des Amts für Umwelt und Energie des Kanton Schwyz durchgeführt (Bild 1).

Bild 1: Übersichtskarte der Messstandorte der inNET von 2025 mit dem HVS (High-Volume-Sampler), der Meteo-Station sowie dem Temperaturprofil (TP1 - TP7).

Dabei wurde die Umgebungsluft mit einem High-Volume-Sampler (HVS; Bild 2, links) angesogen und durch einen Filter geleitet, auf dem sich die Luftschadstoffe ablagerten. Die Filter wurden täglich gewechselt und im Anschluss im Labor auf Feinstaub und PAK untersucht. Da meteorologische Bedingungen stets einen Einfluss auf Luftqualitätsmessungen haben, wurden Wind-, Niederschlag- und Temperaturmessungen an einem zentralen Standort (Bild 2, mitte) sowie auch ein Temperaturprofil aufgebaut. Das Temperaturprofil mit sieben Standorten (Bild 2, rechts) auf unterschiedlichen Höhenstufen entlang des südlichen Talhangs bei Muotathal (Bild 1) diente der Erkennung von Inversionslagen. Bei Inversionslagen können sich die bodennahen Luftschichten nicht mehr mit den höheren Luftschichten vermischen, wodurch sich Luftschadstoffe in Bodennähe aufkonzentrieren können (siehe auch Broschüre Inversionswetterlagen).

Bild 2: Mobiler High-Volume-Sampler, installiert in Muotathal für die Messung 2025 (links). Meteostation (Meteomasten) für die Wind-, Niederschlag- und Temperaturmessungen bei der Messung 2025 (mitte). Einer der sieben Temperaturmessstandorte des Temperaturprofils für die Messung 2025 (rechts).

Das Projekt wurde mit einem von der inNET verfassten Bericht über den verbesserten Zustand der Luftqualität in Muotathal Ende 2025 abgeschlossen. Das Amt für Umwelt des Kanton Schwyz sowie die Gemeinde Muotathal waren erfreut über die Verbesserung der Luftqualität und über die Zusammenarbeit mit der inNET. Sie sind weiterhin bestrebt, PAK in der Umgebungsluft zu reduzieren.