Lärmmonitoring im Rahmen der West-Ost-Verbindung (WOV)

 

Lärm gibt es in irgendeiner Form fast überall. Gewisse Geräuschquellen sind dabei für den Menschen besonders störend. Zu diesen Verursachern gehört auch der Verkehr. Daher ist es erwünscht, diese Lärmemissionen möglichst tief zu halten. Bauliche Veränderungen durch neue Strassen oder die Veränderung von Strassenabschnitten wirken sich immer auch auf den Lärmpegel und das Lärmmuster aus. Die geplante West-Ost-Verbindung WOV im Kanton Uri wird die durch den Verkehr verursachten Verkehrsemissionen nachhaltig verändern.

 

Lärmmonitoring zur Überwachung der Veränderung

Die inNET installierte im Auftrag des Kantons Uri kürzlich an total sechs Standorten spezielle Lärm-Mikrofone zur Erfassung des Lärms. Dabei fokussieren wir auf die Erhebung des Lärms aufgrund des Verkehrs. Die Messungen laufen rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Nur so kann eine kontinuierliche Überwachung garantiert werden. Die Mikrofone messen dabei den Geräuschpegel pro Sekunde. Die Messeinheiten sind im Raum Altdorf-Schattdorf installiert und können an den jeweiligen Strassenlampen rasch erkannt werden. Neben dem Mikrofon zur Erfassung des Lärms findet sich jeweils ein Solarpanel für die Stromversorgung vor Ort. Das Monitoring wird im ganzen Jahr 2019 andauern. Das Ziel ist es, mit einer sauberen Bestandesaufnahme unter der aktuellen Verkehrssituation vor Baubeginn der WOV ein komplettes Datenset zur Überprüfung der Situation nach Abschluss der Arbeiten zur Verfügung zu haben. Hierzu gehört auch die Umsetzung der flankierenden Massnahmen. Wir sprechen in dem Zusammenhang von einer Nullmessung, da die Situation zum Zeitpunkt null erfasst wird.

Lärmmonitoring im Kanton Uri

Bereits vor der Installation der Geräte für die Nullmessung des Lärms in Zusammenhang mit der WOV wurden von der inNET Lärmpegel erhoben. Seit einigen Jahren betreiben wir für den Kanton Uri das Lärmmessnetz zur Überwachung des Eisenbahnlärms entlang der viel befahrenen Nord-Süd-Achse. Mit dem Bau des Gotthardbasistunnels haben sich auch die Lärmemissionen des Eisenbahnverkehrs verändert. Mit der vorhandenen Überwachung können diese Veränderungen exakt nachverfolgt werden. Für Nullmessung der WOV wurden vorab in einem kleinen Testbetrieb die Machbarkeit und die Datenqualität überprüft. Die Messung fand in Altdorf in der Schmidgasse statt. Manch einem ist die Messung im Jahr 2018 eventuell aufgefallen.

 

Was geschieht mit den Lärmdaten?

Die gesammelten Lärm-Daten jedes einzelnen Messstandorts werden im Anschluss abgespeichert und analysiert. Daraus lassen sich Aussagen zum maximalen Lärmpegel pro Tag, zur Anzahl Fahrzeuge sowie der Lärmzuordnung treffen. Mit den Daten lässt sich also ein komplettes Bild der Lärmsituation vor Baubeginn der WOV aufzeigen, sowie bis ins Detail analysieren. Die Daten werden vom Kanton Uri Amt für Immissionsschutz einmal pro Jahr publiziert so dass die Daten auch der Urner Bevölkerung zur Verfügung stehen.

 

Nach der Lärm-Nullmessung

Nach Abschluss der Nullmessung beginnt zu einem späteren Zeitpunkt die Umsetzung der WOV. Die Realisierung samt flankierender Massnahmen soll analog der Nullmessung überprüft werden. Dazu werden die Mikrofone für den genau gleichen Zeitraum die selben Parameter messen, um einen direkten Vergleich zur Situation vor Bau der WOV zu gewährleisten. Wo sich das Lärmaufkommen aufgrund des Verkehrs wie geändert hat, werden wir somit erst dann erfahren.