Sperrung der Axenstrasse im Sommer 2019: Deutlich geringere Umweltbelastung in Sisikon

 

Ende Juli 2019 kam es zwischen Sisikon und Flüelen zu einem Steinschlag, der zur Sperrung der Axenstrasse führte. Diese mehrwöchige Blockadeführte hatte massive Verkehrseinschränkungen und -umleitungen in der Grossregion des Vierwaldstädtersees zur Folge, verkehren doch bei offener Strasse im Schnitt 16’000 Fahrzeuge pro Tag auf dieser Zufahrtsachse zur Gotthardautobahn.Die Gemeinde Sisikon, durch welche die Axenstrasse führt, ist deshalb unter normalen Umständenwesentlich geprägt vom Durchgangsverkehr.

Die inNET Monitoring AG hatte vom Amt für Umweltschutz Uri den Auftrag bekommen, in Sisikon Luftqualitätsmessungen durchzuführen. Die Messungen fanden während der Axensperrung statt und dauerten an, als die Strasse für den Verkehr wieder geöffnet wurde.

Das Ergebnis zeigt den grossen Einfluss, den der Durchgangsverkehr auf das Dorf Sisikon hat. Die Stickoxid- und die Russkonzentrationen sanken lokal jeweils um rund 45 – 65 % (Russ bzw. NOx). Auf die Feinstaubbelastung (PM) hatte die Strassensperrung hingegen keinen Effekt. Das ist darauf zurückzuführen, dass diese vor allem von der überregionalen Grundbelastung abhängt. Neben dem Verkehr als generell wichtige Quelle von Schadstoffen wird die Luftbelastung auch entscheidend durch die Wetterlage beeinflusst, zum Beispiel durch die Windverhältnisse. Diese verschiedenen Einflussfaktoren auf die einzelnen Luftschadstoffe wurden im Bericht einerseits grafisch dargestellt und anschliessend mit einem statistischen Modell genauer evaluiert.

Die offizielle Medienmitteilung des Kantons Uri wurde Ende Oktober hier veröffentlicht. Der vollständige Bericht, welcher neben der Luftqualität auch noch Lärmmessungen behandelt, kann hier als PDF heruntergeladen werden.