Hannah Wey verteidigt an der Universität Neuchâtel erfolgreich ihre Dissertation über Nitratauswaschung

Hannah Wey verteidigt an der Universität Neuchâtel erfolgreich ihre Dissertation über Nitratauswaschung

Hannah Wey verteidigt an der Universität Neuchâtel erfolgreich ihre Dissertation über Nitratauswaschung

Hannah Wey hat ihre Dissertation an der Universität Neuchâtel sowohl vor einem Expertengremium als auch öffentlich erfolgreich verteidigt. Das Thema des 4-jährigen Projekts war die Nitratauswaschung ins Grundwasser:
«Der Verlust von Stickstoff aus Agrarökosystemen ist eines der größten ungelösten Umweltprobleme unserer Zeit. Einerseits ist Stickstoff ein kritischer ertragsbeschränkender Nährstoff, und daher ist die N-Versorgung in der Landwirtschaft in Form von Dünger entscheidend für die Gewährleistung der Ernährungssicherheit. Andererseits geht ein Teil dieses Stickstoffdüngers verloren, z. B. durch Auswaschung in Form von mobilem Nitrat durch den Boden in den Grundwasserleiter. Aufgrund dieser Verunreinigung werden heute in vielen Regionen die Trinkwassergrenzwerte für Nitrat überschritten

Die Feldarbeit zu dieser Dissertation fand im solothurnischen Gäu statt, wo die Nitratwerte im Grundwasser die Zielkonzentration seit Jahren überschreiten.
«Die durchschnittliche jährliche Auswaschung (…) war unter Kleegraswiesen, Raps und Mais moderat (…) und unter Getreide hoch (…). Im Durchschnitt über alle Fruchtfolgen (…) ist dies dreimal so viel, wie mit der nationalen gesetzlichen Zielkonzentration im Grundwasser (25 mg Nitrat pro Liter) vereinbar ist. (…) Monatliche (…) Messungen zeigten, dass Nitrat hauptsächlich im Herbst und Winter aus dem Wurzelbereich ausgewaschen wird, was auf die erhöhte Mobilisierung des Porenwassers in dieser Zeit zurückzuführen ist. (…)»

Das erste Hauptkapitel der Dissertation wurde bei Springer veröffentlicht und ist hier frei zugänglich. Das Kapitel beschreibt und vergleicht drei mögliche Methoden, um Nitratauswaschung unter Ackerland zuverlässig zu messen.
Hannah Wey kann ihr Wissen bei der inNET bereits in diversen Projekten einsetzen, so zum Beispiel für Beratung und Berichtswesen zu Ammoniak, der Überwachung der Grundwasserqualität mit WISKI und für statistische Analysen zu diversen Themen.

Das inNET-Team gratuliert Hannah zum erlangten Doktortitel!

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