Hitzejahr 2018 und der Klimawandel im Kanton Uri

Im neuesten Immissionsberichts hat die inNET ein Spezialkapitel zum meteorologischen Extremjahr 2018 im Kanton Uri geschrieben. Dabei haben wir Temperatur- und Niederschlagsdaten von vier Urner Meteostationen ausgewertet. Die Resultate haben wir in den Kontext der hiesigen Prognosen zum Klimawandel gestellt.

 

Heiss und trocken: Das meteorologische Extremjahr 2018 im Kanton Uri

Das Jahr 2018 war auch im Kanton Uri geprägt von hohen Temperaturen und fehlenden Niederschlägen im Sommerhalbjahr. So lag in Altdorf die Jahresmitteltemperatur 2.35 °C über der Durchschnittstemperatur von 1961 – 1990. Die gefallene Regenmenge wich gesamthaft zwar nicht wesentlich von der Norm ab. Sie zeigt aber eine deutliche Umverteilung innerhalb des Jahres: Während ein Grossteil des Regens in den Wintermonaten fiel, waren die Sommermonate aussergewöhnlich trocken.

Damit entsprechen die Daten den Prognosen 2035, welche der Kanton vor einigen Jahren  berechnen liess. In Altdorf wurden im Sommer 2018 sogar Temperaturen gemessen, wie sie erst 2060 zu erwarten sind. Auch das veränderte Niederschlagsregime von 2018 passt sehr gut zu den Vorhersagen.

 

Geplante Klimamassnahmen

Die Trockenheit hatte grosse Auswirkungen auf das alltägliche Leben. So musste ein kantonales Feuerverbot verhängt werden. Es kam zu Futterertragsausfällen in der Landwirtschaft. Lange dauernde, trockene Hitzeperioden mit wenig Wind fördern die Entstehung von Ozon. Genau dies war 2018 auch in Altdorf der Fall: Die Ozonbelastung war im Vergleich mit früheren Jahren hoch.

Die Ozonwerte werden bei fortschreitendem Klimawandel und gleichbleibenden Emissionen weiter zunehmen. Um die zukünftige Situation allgemein zu entschärfen, sind gezielte Massnahmen erforderlich. Neben der Reduktion von Treibhausgasen gehören auf Kantonsebene vor allem Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel dazu.

 

Komplexe Sachverhalte für die breite Öffentlichkeit

Wir sind stark darin, komplexe Sachverhalte möglichst kundenfreundlich, übersichtlich und wissenschaftlich fundiert darzustellen. Dazu gehören auch attraktive Darstellungsweisen der Datenanalysen, wie hier die Temperaturdaten aus Altdorf: